Jugendliche helfen in Rumänien
Eine positive Visitenkarte für unser Land

 

2011   Erneuter Einsatz von Lehrlingen der Berufsschule Frutigen in Hermannstadt (Sibiu / Rumänien)

Auf Wunsch von Papagenogründer Martin Bauer reisten im Oktober 2011 eine Gruppe von 14 Auszubildenden  -darunter auch eine Dame- zusammen mit 2 Lehren und einer Köchin nach Rumänien. Im im Dress-In, dem Papagenozentrum Hermannstadt mussten Umbauarbeiten ausgeführt werden.

 

Der einwöchige Aufenthalt war aber nicht nur Arbeit, sondern erlaubte auch einen kurzen Einblick für Land und Leute in der näheren Umgebung.

 

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2010   Eine Gruppe Konfirmanden vom Bielersee packen auf ihrer Rumänienreise nach Sibiu fleissig mit an

Nach einer langen Zugreise von fast 1 1/2 Tagen, erreichten die Jugendlichen am 14. April 2010 um 8 Uhr 30 ihr Ziel, die Stadt Sibiu. Das eher trübe Wetter half auch nicht gerade mit wach zu werden. Umso mehr waren wir an unserem Treffpunkt erstaunt, eine munter aufgestellte Truppe anzutreffen. Zu unserer Überraschung waren auch junge Damen dabei, obwohl wir nur Jungs für die geplante Arbeit erwartet hatten.

Alle zusammen fuhren wir nach Ocna in die Siedlung der Ärmsten, wo auch unser Pferdchen „Sudan“ sein neues Zuhause gefunden hat.

Zur Erinnerung: Als Ersatz für das verstorbene Pferd konnte Papageno dem Bauer Ilie, durch Spenden ein junges, kräftiges Pferd zur Verfügung stellen. Wie wir bei der Auslieferung an Weihnachten feststellen mussten, war der Stall für Sudan nicht hoch genug und wir versprachen im Frühling mitzuhelfen, dies zu ändern.

Die angereisten Konfirmanden vom Bielersee haben sich vorgenommen, Hilfe bei Armen zu leisten. Dass der schwerste Einsatz gerade am ersten Tag zu bewältigen war, hat sicher einige von ihnen an ihre Grenzen gebracht. Es ist schon für uns nicht einfach in Ocna zu helfen, wo noch einige der Leute in Höhlen leben. Wie war wohl der erste Eindruck bei den Jugendlichen, gerade erst aus der Schweiz gekommen um dann mit dieser Armut konfrontiert zu werden.


Fassen der Arbeitskleidung

In Ocna blies ein kalter Wind, dafür regnete es nur ganz kurz und auch nicht stark. Nach dem Kleiderwechsel ging es auch gleich an die Arbeit. Eine richtige Drecksarbeit. Es musste über einen halben Meter tief gegraben werden. Der Aushub war schwer und sehr unangenehm mit dem vielen Kot und Urin. Tapfer wurde alles mit etwa 5 Kesseln in Handarbeit auf den Pferdewagen geladen. Das Pferd fuhr hinauf zur Müllhalde, ein kleiner Lichtblick für die jeweiligen „Kutscher“.

Was bei den Pferdeliebhaber nicht so ganz verständlich war: das Pferd war nicht wie bei uns gestriegelt und geputzt. Auch das ist gewöhnungsbedürftig. Hier ist das Wasser rar, und warmes sowieso, also werden die Pferde nur im Frühling bis Herbst gewaschen.

Die Arbeit ging zügig voran und die Jungen samt ihrem Professor packten kräftig zu.

In viel kürzerer Zeit als erwartet war der Stall tief genug, und so konnte man das Picknick im VW-Bus geniessen.

 


Abtransport ausgegrabenen der Erde

Martin hat Wurst, Brot und Käse gebracht und auch etwas gegen den Durst. Anschliessend wurden im Stall Bretter gelegt und mit dem Sand aufgefüllt. Darüber kam ein stabiler Boden.


Stolzer Bauer Ilie mit Pferd „Sudan“ im fertigen Stall

Das fast fertige Werk machte alle ein bisschen stolz. Der Sohn von Ilie fuhr mit der ganzen Gruppe mit Pferd und Wagen etwas durch die Gegend. Anschliessend gab es in Haus einen warmem Tee oder Kaffee für die Gesellschaft, und dann ging es zur Belohnung ab ins Salzbad.

Der Ort Ocna-Sibiului ist bekannt als mondäner Badeort mit Luxushotels und Salzkuren. Keiner der Badegäste würde vermuten, dass im selben Ort, nur ein paar hindert Meter entfernt soviel Armut herrscht.

Wir haben die Jugendlichen bewundert für ihren Einsatz und können ihnen nur zur geleisteten Arbeit gratulieren und der grossen Freude die sie diesen armen Bewohnern gemacht haben.

Am darauf folgenden Montag fuhr die ganze Gruppe nochmals hin, um die Pakete zu verteilen.

Herzlichen Dank  
Getta und Robert Jacqueroud

>> Zum Beitrag, wie Bauer Ilie zu seinem Pferd kam

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20.4.2010 / HRM

2007    Lehrlingseinsatz aus dem Berneroberland für Papageno in Daia

5.12.2007 Beitrag von Getta und Robert Jacqueroud aus Sibiu, Rumänien

Diesen Herbst waren wieder 13 Schreiner und Zimmermannlehrlinge 10 Tage des Berufsbildungszentrums Frutigen für Papageno in Daia im Einsatz. Ihr beispielhaftes Arbeiten am Personalhaus und bei Einsätzen für Reparaturen im Casa Papageno haben uns viele Sorgen abgenommen. Junge muntere Leute, unter ihnen 2 Damen und 11 Herren, die auch mit dem Kontakt zu den Kindern viel Positives gebracht haben.

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk findet den Weg nach Daia
Während diesem Einsatz ist ihnen wohl auch einer der Wünsche aus dem Kinderhaus Casa Papageno zu Ohren gekommen. Zurück in der Schweiz fand man, dass das wohl ins Ressort der "Holzwürmer" gehe. Fleissige Hände unter der Initiative von Manuela und Linda fingen spontan an für den Weihnachtsmann zu wirken. Entstanden ist ein wunderschön sauber geschreinertes TV-Rack.

Der Freude nicht genug, hat man auch noch gespart, um gleich den "INHALT" mitliefern zu können. Ihre Lehrlingslöhne entsprechen ja nicht denen der Basler Chemie! Da hört man immer so viel von egoistischen Jugendlichen!

Dies ist doch ein Zeichen, dass viele Jugendliche das Herz auf dem rechten Fleck haben.

Für uns sind die "Frutiger" ja schon ein Begriff und wie würde der wohl zweitberühmteste Berneroberländer sagen:  "Freude herrscht" - und zwar in KLEINFRUTIGEN bei Thalheim (gemeint ist natürlich Daia bei Sibiu in Rumänien)

Nicht nur alt Bundesrat Adolf Ogi, auch die Herren Mürner und Gehrman vom Berufsbildungszentrum Frutigen dürfen stolz sein auf ihre Landsleute.

Wir freuen uns jetzt schon auf die strahlenden Augen, wenn im Casa Papageno das ganze Geschenk zum Vorschein kommt. Im Moment ist es noch bei uns in guter Obhut und wartet auf den Bescherungstag.

Vielen Dank allen Beteiligten und allen Lehrlingen die in Daia waren eine schöne Adventzeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Viel Glück im neuen Jahr und besonders bei der bevorstehende Lehrabschlussprüfung.

La multi ani aus Sibiu und Daia
Getta und Robert Jacqueroud

6.12.2007 / HRM

 

2005    Lehrlinge aus dem Zürcher- und Berneroberland freiwillig im Einsatz für Papageno

Im Sommer 2005 reisten Lehrlinge verschiedener Berufe (Zimmerleute, Sanitärinstallateure, Spengler und Schreiner) aus Volketswil im Zürcher- und Frutigen im Berneroberland nach Rumänien, um in Daia (deutsch Thalheim) beim "CASA PAPAGENO" Erweiterungsbau zu arbeiten.

Während je 2 Wochen halfen sie freiwillig mit, ihr Fachwissen beim Innenausbau, Setzten der Trennwände, der Deckenverkleidungen sowie der Isolationsarbeiten in der Praxis anzuwenden.

Durch Beat Schaller angeregt, wurde der Einsatz der Zürcher Oberländer vom Rotary Club Volketswil  begleitet, organisiert und finanziell unterstützt.
Die
Jean Hotz-Stiftung hat zudem die Reisekosten übernommen und Unterkunft und Verpflegung bezahlt.

 

Freiwillige Helfer aus Volketswil opfern 2 Wochen ihrer Sommerferien....

.. für den Innenausbau des neu erstellten "CASA PAPAGENO" - Erweiterungsbaus.

   

So präsentiert sich der neu erstellte Erweiterungsbau

Untergebracht sind:
 - Zwei Werkstätten,
 - die Waschküche,
 - ein Mehrzwecksaal für etwa 75 Personen,
 - ein Gästezimmer,
 - vier zusätzliche Schlafzimmer
 - das Zimmer für die Hausmutter.

 

   

Wie mir Beat Schaller mitteilte,
reisten im Sommer
2007 erneut zwei Lehrlinge gratis und auf eigenen Kosten nach Rumänien, um im Sommerlager 2007 bei den täglichen Arbeiten und der Betreuung der Kinder vom Casa Papageno wacker mitzuhelfen. 

Das verdient doch mal wieder die entsprechende Anerkennung für unsere Jugend!

Wir von Papageno finden das SUPER

.

2002    Eine Lehrabschlussprüfung der besonderen Art

Dank den gewonnenen Kontakten mit der Schreinerfachschule entwickelte sich später eine rege Zusammenarbeit der Ausbildner und Lehrlingen aus der Schweiz mit ihren Rumänischen Kollegen.

In den darauf folgenden beiden Sommerferien der Jahre 2001 und 2002, halfen die angehenden Zimmerleute und Schreiner freiwillig mit, am Kinderhaus "CASA PAPAGENO" in Thalheim während je 2 Wochen bei den umfangreichen Renovationsarbeiten tatkräftig Hand anzulegen.

Anlässlich dieser Arbeiten ist manche Freundschaft trotz der sprachlicher Hemmnissen zustande gekommen.

19 Zimmermann-Lehrlinge mit ihren Lehrern aus dem Berufsbildungszentrum Frutigen im Berner Oberland opferten 2 Wochen ihrer Ferien, bezahlten die Reisekosten aus der eigenen Tasche, um in Daia/Thalheim Rumänien bei den Renovationsarbeiten für das Kinderhaus "Casa Papageno" tatkräftig mit zu helfen

 

 

Schreinerklasse 4B aus Frutigen

In harter Arbeit musste das marode Dach komplett neu gedeckt werden

Umfangreicher  Estrichausbau um....

  ... weitere Kinderzimmer zu gewinnen

So präsentierte sich 2003 das
Kinderhaus "CASA PAPAGENO"
nach den ersten umfangreichen
Renovationsarbeiten.

 
   

Aus der Schweiz angereiste Experten bewerteten die Lehrlingsarbeiten der Prüfungsstücke in der Schreinerfachschule Sibiu als Teil der praktischen Lehrabschlussprüfung in der Schweiz.

 

Das Ganze hat sich im Sommer 2005 wiederholt.

Vier Schreinerlehrlinge aus dem Berner Oberland nahmen an diesem Projekt teil, welches dann im Folgejahr als Bestandteil der Abschlussprüfung  gewertet wurde.


weitere Informationen unter:  >> www.jungfrau-zeitung.ch

 

2000   Ganzer Maschinenpark geht auf Reisen

Zur Vorgeschichte: Das Berufsbildungszentrum Frutigen startete mit ihren Lehrlingen im Jahr 2000 das "Projekt SIBIU".

In Thun wurden modernste Maschinen für die Schreiner-Ausbildung installiert. Hans Germann, Abteilungsleiter bzi-Abteilung Frutigen erfuhr von den Nöten der Schreinerfachschule Nr. 3 in Sibiu (Hermannstadt) im Zentrum Rumäniens. Dieser Schule standen für die Ausbildung nur total veraltete Maschinen zur Verfügung. Der Gedanke reifte, dass die alte aber funktionsfähige Ausrüstung in der Schweiz nicht verschrottet, sondern dort aufgestellt werden könne, wo sie weiterhin gute Zwecke erfüllen kann.

Im Juni 2000 besammelte sich die Schreinerklasse im Einführungslokal in Thun, um unter der Leitung von Ueli von Känel den Maschinenpark in Mülenen zu demontieren. Mit einem rumänischen 40t Sattelschlepper wurde im Juli 2000 die gesamte Ausrüstung zusammen mit weiteren Hilfsgütern von Papageno nach Sibiu transportiert.

          Schreinerfachschule in Sibiu

Unter Anleitung der Lehrer wurden die Maschinen sauber und fachgerecht wieder montiert. In einem 4-tägigen Grundkurs vermittelte Ueli von Känel zuerst den Fachlehrkräften mit praktischen Übungen den richtigen Umgang mit der neuen Ausrüstung

.
Die neu installierten Maschinen

Der Austausch mit Jugendlichen aus Rumänien war für beide Seiten sehr bereichernd.

20.4.2010 / HRM

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